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.  (short news) Verfasst: Dienstag, den 09. Juni 2009 22:57

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Dudelsack  (short news) Verfasst: Montag, den 16. Februar 2009 21:08

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RIP--You'll never walk alone  (short news) Verfasst: Donnerstag, den 29. Januar 2009 20:43

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Interview mit AC/DC-Gitarrist Angus Young/Interview mit AC/DC-Sänger Johnson  (short news) Verfasst: Donnerstag, den 08. Januar 2009 18:28

 

Zwei Tage vor dem offiziellen Release von «Black Ice» gab AC/DC-Gitarrist Angus Young DRS 3 ein exklusives Interview.

Mit Dominic Dillier sprach er über seine grenzenlose Verehrung für Chuck Berry, die unbändige und fühlbare Energie der frühen Who und Kinks, über sein Lieblings-Gitarren-Riff, die Erfindung des Headbangens - und natürlich über das neue Album «Black Ice».


 

Interview mit AC/DC-Sänger Johnson

Rock'n'Roll - dafür steht die australische Band AC/DC um die Brüder Angus und Malcolm Young. 200 Millionen Tonträger hat die Gruppe in den letzten 35 Jahren verkauft. Heute erscheint "Black Ice", das 16. AC/DC-Album. Wir haben Sänger Brian Johnson gesprochen.

Mr. Johnson, nach acht Jahren ein neues Album - wo haben Sie inzwischen gesteckt?

Malcolm und Angus haben ewig im Studio gebastelt. 2003 habe ich sie mal besucht. Wir haben ein paar Songs ausprobiert, aber nicht wirklich viel gemacht. Malcolm meint: Warum fährst du nicht nach Hause? Wir rufen dich an. Ich finde, das Warten hat sich gelohnt. Die Riffs sind Wahnsinn, da muss man einfach mit dem Kopf nicken.

Sie klingen fast wie auf "Back In Black" . . .

Beim ersten Hören hatte ich eine Gänsehaut. Das liegt am Produzenten Brendan O'Brien. Eigentlich hasse ich Studios: Da ist das Mikro fest installiert, man hat Kopfhörer auf, es ist total mechanisch. Ich bin kein großer Sänger, aber ein leidenschaftlicher. Ich muss ein Mikro in der Hand haben und mich bewegen. Also hat Brendan mich in ein Büro mit Fenstern neben der Rezeption geschickt. Er gab mir ein Mikro und ein paar Boxen. Der Schäferhund der Rezeptionistin hat die ganze Zeit mitgeheult.

Manche Kritiker sagen, AC/DC würden seit 35 Jahren immer dasselbe Album machen.


Das sind Leute, die hip sein wollen und gerne von sich behaupten: Ich habe eine neue Band entdeckt, auf die stehe ich momentan total. Das ist das Schlüsselwort: Momentan! Die haben kein bisschen Loyalität gegenüber irgendwem.

Wie lange wollen sie sich den Musikzirkus noch antun? Sie werden bald 61 . . .

Ich muss ich mir erst mal beweisen, dass ich noch täglich zwei Stunden auf der Bühne stehen kann. Auch wenn ich noch so viel trainiere, um fit zu sein - ich weiß nicht, ob ich das ein komplettes Jahr durchhalte.

Hilft da die strikte Diät aus schwarzem Kaffee und selbst gedrehten Zigaretten?

(lacht) Leider nein. Aber ohne die ginge gar nichts. Ich brauche meine Kippen.

Sind die mitverantwortlich für ihre tiefe, markante Reibeisenstimme?

Damit hat das nichts zu tun. Ich war schon oft auf den Konzerten von Freunden, bei denen der Sänger eine Garderobe für sich alleine hatund irgendwelche Aufwärmübungen macht - stundenlang. Das ist doch ein Witz. Will der Opern singen? Ich gehe kurz auf die Toilette oder in den Duschraum und brülle einmal "Ieeeyo!" Das war's.

AC/DC ist eine der letzten Bands der Welt, die ihre Musik nicht im Internet über iTunes vermarkten? Warum?

iTunes ist ein regelrechtes Monster geworden, denn sie bestimmen, was man hören kann. Downloads machen für mich nur Sinn, wenn ein Album Mist ist und es reicht, sich zwei Stücke rauszupicken. Wir wollen aber, dass unsere Fans ein richtiges Album bekommen und bieten "Black Ice" in den USA für 11,90 Dollar an, was etwa sieben Euro entspricht. Das soll iTunes erstmal unterbieten. Uns ist es wichtig, unabhängig zu sein.

Warum verweigern Sie sich der Zusammenstellung einer "Best Of"?

Weil wir noch nicht tot sind! Best-Ofs sind ein sicheres Indiz dafür, dass du dir deine Seele für ein bisschen Kohle nehmen lässt. Die Fans haben die ganzen Stücke doch schon, das ist reine Profitmacherei. Wir haben immer versucht, uns den Respekt der Fans zu bewahren, indem wir uns aus den Medien raushalten und unser Ding durchziehen.

Wie viel Sex, Drugs & Rock'n'Roll sind bei AC/DC noch im Spiel?

Die Zeiten sind vorbei. Wir sind erwachsene Männer, haben Familien und Kinder und über die Jahre so viele Leute erlebt, die sich in diesem Mist verloren haben. Wir gönnen uns höchstens mal ein kaltes Bier und ein paar dreckige Witze. Und wenn uns junge Dinger die blanken Brüste entgegenstrecken, dann ist das nett, bereitet uns aber keine schlaflosen Nächte.
 




 

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DER SPIEGEL: Interview mit Malcolm und Angus Young von AC/DC  (short news) Verfasst: Mittwoch, den 07. Januar 2009 18:41

AC/DC heißt die Band der Brüder Malcolm und Angus Young. Sie gehören zu den großen Primitiven des Rock’n’Roll, zu ihren Fans zählen Joschka Fischer, Arnold Schwarzenegger und Keith Richards. Mit über 80 Millionen verkaufter Platten sind sie eine der erfolgreichsten Bands des Popgeschäfts. Trotzdem haben sich AC/DC (englisch für Wechsel- und Gleichstrom) den Kategorisierungen der Branche widersetzt. Seit 1973 treten sie in unveränderter Arbeitskleidung auf die Bühne: Malcolm in T-Shirt und Jeans, sein Bruder in der Uniform der Ashfield Boys High School, Australien, jener Lehranstalt, die ihn mit 14 hinauswarf und so seine Rockkarriere ermöglichte. 1997 kam die CD-Box Bonfire mit älteren, bisher unveröffentlichten Aufnahmen auf den Markt. Das folgende SPIEGEL-Interview erschien in der Ausgabe 47/1997.

 

SPIEGEL: Wie kommt es, daß Sie alte Songs wie „Whole Lotta Rosie”, „TNT” und „Highway to Hell” auch heute noch fast unverändert spielen?

Malcolm Young: Meistens ist eine einfache Idee auch eine gute Idee. Aber weil die meisten Leute gar keine Idee haben, fangen sie an, ihre dürftigen Songs mit Mist zu beladen. So etwas geht mir auf die Nerven.

SPIEGEL: Keith Richards hat gesagt, er halte nicht viel von moderner Musik; er möge eigentlich nur AC/DC. Ist Richards Ihr wichtigster Konkurrent im Wettstreit um die besten Gitarrenriffs des Rock’n’Roll?

Angus Young: Meine Frau sagt, sie erkennt ein Riff der Rolling Stones sofort an den klassischen drei Akkorden. Sehr schön, sag’ ich dazu, aber viel zu aufwendig. AC/DC benötigen nur ein Riff: Dä Dä Dä! „Highway to Hell” oder „Back in Black” basieren auf einem Riff. So muß es sein, so erreicht man die Leute.

SPIEGEL: Ist Minimalismus harte Arbeit?

Malcolm Young: Richtig harte. Und diese Arbeit besteht vor allem aus einem: Wegschmeißen. Für unsere Arbeit brauchen wir außer unseren Gitarren vor allem einen großen Mülleimer. Bis man ein Riff hat, das einen Song wie „Highway to Hell” trägt, sind tausend andere in den Abfall gewandert.

SPIEGEL: Als Sie die Band 1973 gründeten, beherrschten Bombast-Rocker wie Emerson, Lake & Palmer den Markt. Hat es Sie gereizt, den Kampf dagegen aufzunehmen?

Angus Young: Eine schlimme Zeit. Kunststudenten, Abiturienten und Doktoren hatten den Rock’n Roll fast erledigt. Sie hatten eine Operette und eine Wissenschaft aus ihm gemacht.

SPIEGEL: Was hat Sie damals beeindruckt?

Malcolm Young: Als ich zum erstenmal The Who hörte, habe ich laut geschrien vor Glück. „My Generation” hat mich direkt ins Herz getroffen. Ein unglaubliches, wunderbares Gefühl. Du kriegst Gänsehaut, springst auf und ab und jubelst, daß da endlich jemand ist, der dich versteht.

SPIEGEL: Kritiker haben Schwierigkeiten, Ihre Musik einzuordnen. Was spielen Sie denn nun wirklich – Hardrock, Heavy Metal oder Punk?

Angus Young: Eine schwachsinnige Diskussion. Zu Mozarts Zeiten hat auch keiner gefragt: Wolfgang, was komponierst du da eigentlich? Klassik? Gute Klassiker überleben auch ohne Stempel, weil man sie nach den ersten Tönen erkennt. Du hörst die ersten Akkorde vom „Walkürenritt” und denkst: Oh, Wagner! Du hörst die ersten Akkorde von „Thunderstruck” und erkennst: Donner. AC/DC!

SPIEGEL: Zu AC/DC und zum Rock’n’Roll überhaupt gehört das Gitarrensolo – viele Leute halten es trotzdem für einen Irrtum der Musikgeschichte.

Angus Young: Chuck Berry hat meiner Meinung nach das perfekte Solo gespielt. Er hat sich die Gitarre gegriffen und damit seinen Rücken gekratzt – genial. Auch wir wollen unser Publikum unterhalten, und wenn es bei „Highway to Hell” nicht mitgrölt, muß einer von uns krank sein. (…)

SPIEGEL: Mit 14 und 16 haben Sie die Schule verlassen und gründeten eine Band, aus der später AC/DC wurde. Wie kamen Sie gerade auf diesen Namen?

Angus Young: Unsere Schwester entdeckte die vier Buchstaben auf ihrer Nähmaschine. Wir dachten, das ist so schön einfach wie gute Musik, außerdem kann sich jeder den Namen merken. Bei unserem ersten Konzert hieß es: Meine Damen und Herren, heute abend für Sie auf der Bühne: AB/CD. So kann man sich irren.

SPIEGEL: Und warum trugen Sie, Angus, Ihre Schuluniform, die zum AC/DC-Markenzeichen wurde?

Angus Young: Auch ein Einfall meiner Schwester. Sie sagte: Geh damit auf eine Bühne, und kein Mensch wird dich je vergessen. Ein Genie, unsere Schwester. Sie hat mich auch zu meinem ersten Konzert mitgenommen: Louis Armstrong. Seine Songs haben uns zu Tränen gerührt, da müssen wir bis heute weinen. Einfache Schönheit.

SPIEGEL: Und diese Schönheit schwebte Ihnen vor, als Sie mit dem inzwischen verstorbenen Sänger Bon Scott auftraten? Zur ersten Probe soll er zugekokst und mit zwei Flaschen Whiskey intus erschienen sein und das Höschen seiner Frau getragen haben.

Angus Young: Stimmt – und er sang absolut großartig. Ich sagte noch zu Malcolm: Wenn der so einen Meter gehen kann, wäre das eine Sensation.

Malcolm Young: Bon war über und über tätowiert. Aber nicht aus blöden Rock-Glamour-Gründen, sondern weil er auf einem Fischkutter gearbeitet hatte. Er hatte vorher in einer Popband gesungen und mußte die Tätowierungen mit Make-up übermalen. Bei uns zeigte er sich so, wie er aussah. Und alle haben es ihm nachgemacht.

SPIEGEL: Er war eine Art Rock’n’Roll-Vater für Sie?

Malcolm Young: Er war ein paar Jahre älter und hatte immer das Gefühl, für uns beide sorgen zu müssen. Nachts riß er schon mal unsere Hotelzimmertür auf, setzte zwei nackte Frauen auf unser Bett und rief: Für euch, Jungs. Viel Spaß.

SPIEGEL: Und?

Angus Young: Na ja, wir flehten: Nimm sie wieder mit, was sollen wir mit denen? Aber bei allen Exzessen hat er nie einen Job verpaßt. War immer in Form, wenn es drauf ankam. Der Mann konnte drei Flaschen Bourbon trinken und war am nächsten Morgen pünktlich im Studio.

SPIEGEL: Bis man ihn eines morgens in London im Auto fand – an seinem Erbrochenen erstickt.

Malcolm Young: Wir haben den toten Bon genommen und ihn mit dem Flugzeug zu seinen Eltern nach Australien gebracht. Wir haben ihn beerdigt und nach schottischer Art mit seinen Eltern ein paar Whiskey getrunken und gesagt: „Das war’s. Wir hören auf.” Dann haben seine Eltern gar nichts gesagt, noch einen Whiskey eingegossen und gesagt: „So ein Unsinn, Jungs, Bon ist tot, und er will, daß ihr weitermacht.”

SPIEGEL: Sie haben über 80 Millionen Platten verkauft. Was tun Sie mit dem Geld?

Malcolm Young: Es ist lustig, wir werden so oft gefragt, was wir mit unserem Geld tun. Nichts tun wir. Absolut nichts. Unser Hobby ist die Musik. Angus malt ab und zu.

Angus Young: Manchmal.

Malcolm Young: Nackte Mädchen kriegt er ziemlich gut hin. Vergiß den Sex, die Drogen, wir wollen nur den Rock’n’Roll.

Angus Young: Ich bin mal auf Hochzeitsreise gewesen. Nach zwei Jahren hatte mich meine Frau soweit. Irgendeine winzige Insel bei Tahiti, aber meine Gitarre durfte nicht mit. Es waren nur 14 Menschen da, und nach einem Tag dachte ich, es ist so langweilig, ich sterbe. Für 200 Dollar habe ich mir die einzige Gitarre auf der Insel gekauft. Meine Frau war ziemlich sauer, aber meine Flitterwochen waren gerettet.

SPIEGEL: Ihr Sänger hat mal gesagt: Auf der Bühne sind wir ein Team. Wenn einer tot umfällt, werden die anderen dafür sorgen, daß er ein anständiges Begräbnis erhält.

Angus Young: Wir sind wie die Wikinger. Wir halten zusammen. Und eines Tages treffen wir auch Bon Scott wieder.

SPIEGEL: Im Himmel oder in der Hölle?

Malcolm Young: In der Hölle. Keine CDs. Nur Gitarren. Und AC/DC sind Nummer eins: „Highway to Hell”. Das wäre schön.

SPIEGEL: Mr. Angus Young, Mr. Malcolm Young, wird danken Ihnen für dieses Gespräch.

Das Gespräch führten SPIEGEL-Mitarbeiter Christoph Dallach und Redakteur Thomas Hüetlin in London.

 

Mit freundlicher Genehmigung von: © Der Spiegel, 1997, H. 47, S. 272ff.

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